Internationale Diplomatie in Bilbao, Spanien

von GBG-Online

Vom 29. Januar bis 1. Februar 2026 nahmen wir, zwölf Schüler:innen der Jahrgangsstufen EF und Q1, am Model United Nations (MUN) in Bilbao am Colegio Ayalde teil. Das internationale, englischsprachige Projekt MUN Bilbao stellte eine realitätsnahe Simulation der Arbeit der Vereinigten Nationen dar. Dabei hatten wir die Möglichkeit, in die Rolle von Delegierten zu schlüpfen und internationale Politik aus erster Hand zu erleben, indem wir in verschiedenen Ausschüssen über diverse globale Probleme diskutierten. Gleichzeitig konnten wir uns mit Schüler:innen aus verschiedenen Ländern austauschen und spannende neue Einblicke in Kultur und Politik gewinnen. Im Rahmen unseres Debating Clubs bereiteten wir uns im Vorfeld intensiv auf die Veranstaltung vor, indem wir zu den diskutierten Themen recherchierten, position papers (Positionspapiere zu den jeweiligen Themen) verfassten und das Vortragen unserer opening speeches (Eröffnungsreden) übten.

Am 29. Januar begann die Konferenz mit der Opening Ceremony (Eröffnungszeremonie) an der Universität Deusto. Neben den Reden der Veranstalter vertrat Anton Kloss (EF) das Georg-Büchner-Gymnasium als School Ambassador mit einer Eröffnungsrede vor rund 350 Schüler:innen und Lehrkräften. Nach der Zeremonie gab es einen Empfang, bei dem sich die Delegierten austauschen konnten, um sich vor den Diskussionen kennenzulernen und erste Allianzen zu schmieden. Danach hatten wir die Gelegenheit, die Stadt Bilbao und die lokale Küche im Rahmen eines Restaurantbesuches zu erkunden. In den darauffolgenden zwei Tagen arbeiteten wir intensiv in unseren Ausschüssen. Während der Konferenz repräsentierten wir die Delegation Spanien (Jgst. Q1) und Belgien (Jgst. EF). Als Delegierte bestand unsere Aufgabe darin, die Interessen unseres jeweiligen Landes zu vertreten, uns intensiv mit den zugewiesenen Themen auseinanderzusetzen und diese aus der Perspektive des Landes zu diskutieren. Unsere Schule war in folgenden Ausschüssen vertreten:

  • WHO Committee (World Health Organisation): Zehra Bayrak (EF) und Jaume Ventosa Freire (Q1)
  • ECOFIN Committee (Economic and Financial Affairs Council): Anxhelo Sheme (EF) und Ravneet Multani (Q1)
  • SOCHUM Committee (Social, Humanitarian and Cultural Committee): Nina Bruckhaus (EF)
  • Human Rights Committee: Layan Nounouh (Q1) und Anton Kloss (EF)
  • FAO Committee (Food and Agriculture Organisation): Sara Dufner (EF) und Julius Krause (Q1)
  • DISEC Committee (Disarmament and International Security Committee): Milla Graf (EF)
  • CSTD Committee (Commission on Science and Technology for Development): Romy Schurse (EF) und Joshua Ramirez Ziegler (Q1).

Durch die aktive Teilnahme an Debatten und Verhandlungen und die Zusammenarbeit mit Delegierten anderer Länder entwickelten wir gemeinsame Lösungsansätze, welche wir in Form von sogenannten Resolutionen verabschiedeten. So konnten wir nicht nur politische Prozesse besser verstehen, sondern auch unsere Kommunikations- und Teamfähigkeiten auf internationaler Ebene stärken. Allen von uns gelang es eine Rede zu halten, sei es in den Ausschlüssen oder in der General Assembly (Generalversammlung). Besonders stolz sind wir, dass Ravneet Multani (Q1) den Best Diplomat Award (Auszeichnung für besonderes diplomatisches Geschick) für ihren Ausschuss gewonnen hat. Am zweiten Debattentag (31. Januar) wurde das Programm zudem durch ein Social Event ergänzt: mit Foodtrucks, Hamburgern, Hotdogs und Musik bot sich die Gelegenheit, sich auch außerhalb der formalen Ausschussdebatten auszutauschen. Dabei hatten wir sehr viel Spaß und knüpften spannende Kontakte.

Den Abschluss der Konferenz bildete am 1. Februar die General Assembly. Dort kamen alle Ausschüsse erneut zusammen. In diesem Rahmen stellten wir unsere erarbeiteten Resolutionen vor, diskutierten sie gemeinsam und stimmten schließlich darüber ab. Ein besonderes Highlight war, dass die verabschiedeten Resolutionen im Anschluss an die UN-Konferenz in New York weitergeleitet wurden. Neben den intensiven Debatten in den Räumlichkeiten des Colegio Ayalde nutzten wir in unserer freien Zeit jede Gelegenheit, um Bilbao zu erkunden. Ob zwischen den Programmpunkten oder am Abend, wir waren viel unterwegs, aßen gemeinsam in der Stadt und lernten so nicht nur die Konferenz, sondern auch Bilbao selbst besser kennen. Nach Tagen voller Diskussionen, Abstimmungen und neuer Erfahrungen kehrten wir mit vielen neuen Eindrücken und einem tieferen Verständnis der Arbeit der Vereinigten Nationen zurück nach Kaarst. Unser erstes internationales MUN-Erlebnis als Debating Club war ein voller Erfolg: Wir zeigten großes Engagement und Teamgeist und sind stolz auf unsere gemeinsame Leistung.

Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere unseren Lehrerinnen Frau Meßbauer und Frau Bischop, die uns mit großem Engagement begleitet und unterstützt haben. Ebenso möchten wir uns herzlich beim Förderkreis für die Übernahme der Teilnahmegebühren bedanken, durch die der Eigenteil für alle Teilnehmer:innen deutlich reduziert werden konnte. Diese Unterstützung hat es uns ermöglicht, an der Konferenz teilzunehmen und unsere Fähigkeiten im Debattieren weiterzuentwickeln. Wir sind sehr dankbar für dieses Engagement des Fördervereins, das solche bereichernden Projekte erst möglich macht.

Text: Zehra Bayrak und Anxhelo Sheme (EF)

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