Projekttage 2026
von GBG-Online
Vom 13. bis 15. Juli 2026 finden am Georg-Büchner-Gymnasium die diesjährigen Projekttage statt. Unter dem Motto „Miteinander lernen, füreinander da sein, aneinander wachsen – Demokratie (er)leben am GBG“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler in vielfältigen Projekten mit spannenden Themen auseinander, arbeiten kreativ zusammen und sammeln wertvolle gemeinsame Erfahrungen. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen nach und nach ausgewählte Projekte vor.
Die Projektgruppe „Projektzeitung“ hat die Projekttage mit viel Engagement begleitet und die schönsten Eindrücke, Berichte und Fotos in einer eigenen Zeitung zusammengetragen. Diese finden Sie hier zum Nachlesen.
Ausgewählte Projekte:
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Schulpartnerschaft zwischen dem Georg-Büchner-Gymnasium und dem Collège Louis Pergaud in Châtel haben die Schülerinnen und Schüler ein besonderes künstlerisches Projekt ins Leben gerufen, um diese jahrzehntelange Freundschaft gebührend zu feiern. Unter der engagierten Betreuung und tatkräftigen Mithilfe von Frau Koch und Frau Kutschera stand im Mittelpunkt der Arbeit die Gestaltung eines Mosaiks, das aus insgesamt 30 Platten besteht. Dieses Mosaik setzt sich sowohl aus mit Acrylfarben bemalten Platten, die bekannte Motive und Sehenswürdigkeiten aus Deutschland und Frankreich zeigen, als auch aus von den Jugendlichen gestalteten Collagen zusammen. Nach der Fertigstellung sollen die fertigen Platten an einer Schulwand montiert werden, um ein dauerhaftes und buntes Zeichen der Verbundenheit mit der Partnerschule im Schulalltag zu setzen.
Neben der Gestaltung des Mosaiks entwarfen einige Schülerinnen und Schüler zudem passende Logos, welche die enge Verbindung der beiden Schulen visuell auf den Punkt bringen. Dieses Projekt hat allen Beteiligten nicht nur großen Spaß gemacht, sondern zeigt auf anschauliche Weise, dass die deutsch-französische Freundschaft durch gemeinsame Kreativität lebendig bleibt und einer vielversprechenden gemeinsamen Zukunft entgegenblickt.
RE-FACING GBG — Wir zeigen Haltung!
Was ist Demokratie? Das ist eine gute Frage. Wie lebt man Demokratie? Das ist eine noch viel bessere Frage. Denn natürlich reicht es nicht, nur ein Schild an die Schule zu hängen — es braucht Aktionen, die dem Schild Bedeutung verleihen. Und diese sollten doch am besten von denen kommen, die unsere Schulgemeinschaft bilden; von uns Schüler*innen!
Wir haben uns im Rahmen unseres Projekts RE-FACING GBG - Dein Gesicht für Courage zunächst mit den Definitionen von Demokratie und Courage auseinandergesetzt, bevor wir uns an die Umsetzung unserer fotografischen Visionen gewagt haben.
Fragen wie „Was ist Antisemitismus?“, „Wie zeigt sich Sexismus?“, „Was hat Demokratie mit Klimawandel zu tun?“, „Welche Rolle spielen Vielfalt und Zivilcourage in unserer Gesellschaft?“ inspirierten uns zu den Statements, die unsere Bilder zu Euch sprechen lassen, für die wir mit Courage einstehen wollen.
Text von: Isabel Gürtler, Anna Heppenheimer & Luisa Clases (Q1)
Im Rahmen der Projekttage konnten die Schülerinnen und Schüler bei Herr Hamann und Herr Heiß die Grundlagen der Holzbearbeitung kennenlernen und praktischer proben. Dabei arbeiteten sie mit verschiedenen Werkzeugen und lernten wichtige Techniken zur Bearbeitung von Holz. Mit viel Engagement und Kreativität stellten die Teilnehmenden eigenständig einfache Holzobjekte her. Dazu gehörten unter anderem Bumerangs und Tischtennisschläger. Neben dem Erwerb handwerklicher Fähigkeiten standen vor allem das praktische Arbeiten, das gemeinsame Lernen und der Spaß am Gestalten im Mittelpunkt. Die Begeisterung und die gelungenen Ergebnisse zeigten, wie viel Freude das Arbeiten mit Holz bereiten kann.
Konfliktkompetenz - gewaltfreie Kommunikation - Wertereflexion
Wie sieht gelebte Demokratie eigentlich im Alltag aus? Und wie reagiert man stark und besonnen auf Diskriminierung? Mit diesen Fragen setzten sich in der vergangenen Projektwoche 20 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10, EF und Q1 in einem Workshop intensiv auseinander. In Kooperation mit dem Ministerium für Justiz des Landes NRW wurde die Arbeit vom Netzwerk „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“ unterstützt. Das Netzwerk setzt sich für eine demokratische Gesellschaft, gegen Extremismus und für historisch-politische Bildung ein. Geleitet wurde der Workshop von Herrn Bubenheim und Frau Schürger.
Am ersten Tag standen die eigene Identität, die Zugehörigkeit zu verschiedenen sozialen Rollen sowie zentrale Werte für das Individuum und die Gesellschaft im Mittelpunkt. Gemeinsam beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Fragen wie:
Welche Werte spielen für mich eine wichtige Rolle?
Welche Werte sind im System Schule besonders bedeutsam?
Welche Werte muss es in einer demokratischen Gesellschaft geben?
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer definierten und diskutierten unterschiedliche Werte und reflektierten deren Bedeutung für das Zusammenleben. Außerdem setzten sie sich mit der Frage auseinander, was Demokratie ausmacht, wo sie im Alltag erfahrbar wird und welche Gefahren demokratische Gesellschaften bedrohen können. Anhand von Zitaten und simulierten Angriffssituationen auf demokratisches Zusammenleben wurden diese Themen anwendungsorientiert vertieft und kritisch hinterfragt.
Sprache ist Macht - Kommunikationsstrategien in Konfliktsituationen erlernen
Am zweiten Tag lag der Fokus auf der Stärkung der demokratischen Handlungskompetenz. Im Rahmen eines Argumentationstrainings, das von Peercoaches des Netzwerks durchgeführt wurde, erprobten die Jugendlichen anhand verschiedener Übungen, wie sie sich aktiv für ein demokratisches Miteinander einsetzen und auf abwertende oder diskriminierende Äußerungen angemessen reagieren können.
ARGUTRAINING #WIeDER_SPRECHEN FÜR DEMOKRATIE
Dabei lernten sie, diskriminierende Aussagen zu erkennen, deren Wirkung zu reflektieren und sich respektvoll sowie klar dagegen zu positionieren, ohne den Dialog abzubrechen.
Grundlage des Workshops waren unter anderem Elemente der Gewaltfreien Kommunikation sowie bewährte kommunikationspsychologische Modelle („Vier-Ohren-Modells“ von Friedemann Schulz von Thun und Marshall B. Rosenberg). Die Teilnehmenden erprobten konkrete Strategien zum Setzen von Grenzen, zum Zeigen von Solidarität mit Betroffenen, zum konstruktiven Umgang mit Konflikten sowie zum Selbstschutz und zum Einholen von Unterstützung.
Der Workshop ist Teil der schulischen Bildungs- und Präventionsarbeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung sozialer Kompetenzen und demokratischer Werte.
Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmenden als Anerkennung ihres Engagements eine Urkunde des Netzwerks „Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.“.
Text: Bubenheim, Schürger
Bilder: Schürger
