Präsentationsabend des Erweiterungsprojekts

von GBG-Online

„Fast wie in der Mittagspause hier!“, so beschrieb Schulleiter Volker Werker den Andrang in der Cafeteria zum Präsentationsabend der Erweiterungsprojekte am 06.06.2023. Das Erweiterungsprojekt ist Teil der Begabtenförderung am GBG und wird von Jasmin Drespa koordiniert mit Unterstützung von Michael Heiß. Hierbei können die Schüler*innen selbst ein Thema wählen und es selbstständig in Form einer Präsentation ausarbeiten. Dadurch steht es den Teilnehmenden frei, Themenfelder zu erkunden, die weit über die Unterrichtsinhalte hinausgehen. Diese Freiheit spiegelt sich im Endprodukt wieder – Man sah den Projektteilnehmer*innen ihre Begeisterung und ihr Engagement an: „Es ist toll als Erwachsene zu sehen, wie begeistert Kinder und Jugendliche sein können“, erklärte Jasmin Drespa. Die Projektpräsentationen waren auf verschiedene Räume aufgeteilt und nach der Ansprache durch die Schulleitung und die Organisation wurde der Rundgang durch die einzelnen Räume eröffnet:

Die erste Weltumseglung

„Wir hoffen, Sie sind nicht seekrank! Denn auf der Victoria unter Ferdinand Magellan geht es hoch her.“ Ben hatte sich das Thema „Die erste Weltumseglung“ ausgesucht und nahm uns mit auf eine Reise von Spanien, durch Südamerika, das Feuerland bis zurück nach Spanien, die beinahe drei Jahre dauerte. Dabei erfuhren wir von Meutereien, von der verzweifelten Suche nach Land und von Konflikten mit Einheimischen. Letztere verliefen für Magellan ungünstig, doch Ben führte uns sicher am Kap der guten Hoffnung vorbei und glücklicherweise erreichten wir Spanien unversehrt.

Römische Legion

Ole nahm die Zuhörer auf die „Via Principalis“ und damit in eine antike Welt zwischen Speeren und Schildkröten mit. Er hatte sich für das Thema „Die römische Legion“ entschieden und erklärte, unter welchen Bedingungen man sich in der Antike um den begehrten Beruf des Legionärs bewerben konnte und was zu der Ausrüstung eines Legionärs gehört. „Wussten Sie, dass die römische Legion ihr Lager immer, wenn möglich, am Wasser gebaut hat?“, so Oles Frage ins Publikum. Das und den Aufbau eines solches Lagers erfuhren wir, während uns Ole aus dem Lager auf das Schlachtfeld führte. Dort weihte er uns in die Kriegstaktiken der Legion ein: Eine davon ist die bekannte Schildkröten-Taktik, auf lateinisch „testudo“ genannt, bei der die Soldaten eine Art Schildkrötenpanzer aus ihren Schilden bilden.

Wie sich das Medienverhalten von Kindern während der Coronapandemie geändert hat

„Hat sich das Medienverhalten von Jugendlichen während der Pandemie verändert? Was meinen Sie?“ Diese Frage stellte sich auch Jamie Leusch aus der 6b und um diese Frage zu beantworten, führte er seine eigene Studie durch: Alle 6. Klassen des GBG’s, also 96 Schüler*innen, nahmen an seiner Umfrage mit 12 Fragen teil und diese wertete er im Rahmen seines Projektes aus: Während im Lockdown die Medien sehr häufig genutzt wurden, um Langeweile zu bekämpfen und die Eltern lockerer in Bezug auf Medien-Beschränkungen waren, sind sie heute wieder strenger. Am Ende des Abends resümierte Jamie, dass die 6. Klassen des GBG’s verantwortungsvoll mit den Medien umgehen und das Nutzungsverhalten nach dem Lockdown der Schüler*innen wieder gesunken sei.

Comics

Mickey Mouse, Donald Duck und Co.: Jan beschäftigte sich mit dem Thema Comic. Er klärte uns ausführlich über die Geschichte der Comics auf, z.B. dass Comics früher nur in Zeitungen vorkamen oder dass es die beliebte Figur Mickey Mouse schon seit 1930 gibt. Ausführlich stellte Jan die Comicserie „Die lustigen Taschenbücher“ mit den allseits bekannten Figuren Donald Duck, Onkel Dagobert oder Tick, Trick und Track vor. Wussten Sie z.B., dass man Tick, Trick und Track an der Farbe ihrer Mützen erkennen kann? Sogar die äußere Form der Präsentation passte sich dem Inhaltlichen an, so wurde die Präsentation mit Comic-Elementen (z.B. Sprechblasen) ausgeschmückt.

Physik im Alltag

Saßen Sie auch schonmal im Physikunterricht und haben sich gefragt: „Und wofür brauch ich das alles jetzt?“ Diese Frage hat Max uns mit seiner Präsentation über „Physik im Alltag“ beantwortet. Wir haben unter anderem herausgefunden, dass Menschen Energiewandler sind, dass es aber noch viele weitere gibt und dass der Hebeleffekt sehr häufig in unserem Alltag vorkommt, wie zum Beispiel in Form von einer Schere oder einer Schubkarre.

Die Bibel und ihre Entstehung

Die Bibel steht wahrscheinlich nicht auf Platz 1 Ihrer Leseliste, richtig? Die Schülerinnen Paulina und Lea hingegen suchten sich die Bibel als ihr Präsentationsthema aus. Sie erklärten, dass die Bibel aus zwei Teilen besteht: das Alte Testament mit Geschichten über Gott und das Neue Testament mit Geschichten über Jesus. Die Bibel stellt auch Weltrekorde auf: Wussten Sie z.B., dass die Bibel das meist verkaufte und gedruckte Buch der Welt ist? Und dieses bekannte Buch entstand durch einen langen Entstehungsprozess, so die jungen Bibel-Expertinnen Paulina und Lea. Darüber hinaus ist die Bibel sowohl Heilige Schrift als auch historische Informationsquelle. Ein spannender Vortrag über ein bekanntes und aktuelles Buch!

Guppys- ein beliebter Zierfisch

Beim Vortrag von Isabel konnte man Guppys aus nächster Nähe bestaunen. Sie hatte ein Aquarium voller Guppys mitgebracht, welche ihren Vortrag über den Zierfisch veranschaulichten. Guppys werden auch Regenbogenfisch genannt und sie gibt es in unterschiedlichen Farben. Wir lernten, dass Guppys 2-3 Jahre alt werden und 2-6 cm groß sein können. Tipps für alle, die Guppys selbst haben möchten, hatte Isabel auch parat: Im Aquarium sollte die Temperatur 22-25 Grad Celsius betragen und es sollte genug Pflanzen geben. Eine lehrreiche Präsentation über den schönen Zierfisch!

Die Schlacht um Verdun

Alle Geschichtsinteressierten aufgepasst! Linde führte uns in die Zeit des 1. Weltkriegs, in die Schlacht von Verdun. Diese Schlacht, die eine der grausamsten Schlachten des Ersten Weltkriegs war, begann am 21.2.1916 mit der Offensive der Deutschen. Detailliert zeichnete Linde den Verlauf der Schlacht nach. Außerdem ging er auf die verschiedenen Waffen ein und erklärte, dass das Leben als Soldat sehr schwer war. Abgerundet wurde der ausführliche Vortrag, der eine Arbeit von 6-7 Monaten inklusive einer Reise nach Verdun beanspruchte, mit einem selbst geschrieben Gedicht „Der Tod – eine andere Ruhe“.

Doppelkopf (Kartenspiel)

Ein Spieleabend ohne „Doppelkopf“ würde bei Theresa vermutlich nie stattfinden. Sie ist nämlich Expertin des Spiels und hat uns erzählt, dass Schafkopf der Vorgänger ist, Doppelkopf das Denkvermögen steigert und früher teilweise verboten wurde, da Angst vor einer Sucht bestand. Des Weiteren hat sie uns gezeigt, dass es im Allgemeinen bei Kartenspielen zwei unterschiedliche Blätter, nämlich ein deutsches und ein französisches, gibt und dass Doppelkopf mit beiden gespielt werden kann.

Tattoos: Kunst auf der Haut

Durch Paulas Vortrag über „Tattoos: Kunst auf der Haut“ wurden wir über alles aufgeklärt, was man vor seinem ersten Tattoo wissen sollte. Von dem Prozess des Stechens selbst über die Tätowiermaschine und Farben sowie die Risiken und Nebenwirkungen bis hin zur Entfernung durch Laser. Auch die günstigere und kurzzeitige Alternative mit Henna Farbe, das Projekt „Save my ink forever“ aus der USA und das Organspende Tattoo, welches seit Januar 2023 die Bereitschaft zur Organspende symbolisiert.

Neutronensterne

Marta, Antonia und Theresa servierten uns eine große Portion „Nukleare Pasta“ und damit ein hochkomplexes Thema: Neutronensterne. Sie gingen auf Protonen, Neutronen, Elektronen und auf die noch viel kleineren Quarks, die kleinsten Teilchen im Universum sowie auf Entstehung und Aufbau eines Neutronensterns ein. Das Trio gab an, durch den YouTube-Kanal „Dinge Erklärt – Kurzgesagt“ auf das Thema gestoßen zu sein und sich so für es begeistert haben, dass sie den sonst im Schatten der schwarzen Löcher stehenden Neutronensterne ihre volle Aufmerksamkeit schenken wollten.

Demonstration mal anders: Die kreative Form des zivilen Widerstands

Wissen Sie, dass es viele verschiedene Formen von zivilem Widerstand gibt? Marlene hatte sich das spannende Thema „Demonstration mal anders – die kreative Form des zivilen Widerstands“ herausgesucht. Veranschaulicht wurde das Thema durch drei verschiedene Beispiele: Während beim Busboykott von Montgomery die schwarze Bevölkerung die Busse wegen der Rassendiskriminierung boykottierte, setzt sich Banksy kreativ mit politischen Themen auseinander. Er zeigt z.B. durch seine Kunstwerke in der Ukraine Solidarität mit ihnen. Frauen im Iran haben eine andere Form des zivilen Widerstands entdeckt: Sie demonstrieren gegen die Regeln des Regimes, indem sie ihre Haare in der Öffentlichkeit abschneiden.

Banksy und die Kunst der Street Art

Seine Street Art lässt sich weltweit wiederfinden. Seine Kunstwerke sind weltberühmt: Banksy. Diesen Künstler stellte uns Mieke genauer vor. Sie berichtete z.B., dass sein berühmtes Kunstwerk „Das Mädchen mit dem roten Ballon“ in einer Kunstauktion absichtlich von ihm geschreddert wurde und dadurch sogar im Wert gestiegen ist. Wahnsinn! Banksy, dessen Name und Geschlecht unbekannt sind, stellt durch seine Kunst alternative Sichtweisen zu politischen und gesellschaftlichen Themen in den Vordergrund. Mieke erklärte uns, dass Banksy u.a. mit der Schablonen-Technik arbeitet und veranschaulichte dieses anhand von verschiedenen mitgebrachten Schablonen.

Tiefsee

Bei Maja hieß es „Schotten dicht!“, denn wir begaben uns zusammen mit ihr auf einen Tauchgang in die Tiefen des Meeres. Ihr Thema war „Tiefsee“ und sie erkundete mit uns die Vielfalt, die sich dort befindet. Wir tauchten mit der „Alvin“ durch Korallenriffe, an „Rauchenden Riesen“ vorbei, und waren drauf und dran einen Schatz aus einem Schiffsfrack zu bergen, als uns ein Riesenkalmar daran hinderte. Das war auch gut so, denn die Bergung hätte den Meeresboden nur weiter zerstört. Beim Auftauchen erklärte uns Maja, dass die Tiefsee durch uns Menschen gefährdet ist – zum Glück haben wir auf unserem Tauchgang nichts kaputt gemacht.

Palmöl

Raphael schaute sich an, was wirklich in unserem Essen ist: Palmöl. Er erklärte uns, was genau das geschmacklose Öl ist und woher es kommt. Er berichtete, dass Palmöl sehr beliebt sei, um direkt im Anschluss klarzustellen, dass das schlecht ist. Denn Palmöl ist schlecht für die Umwelt und für unsere Gesundheit: Die Produktion des Öls ist CO2-intensiv und der Konsum erhöht das Diabetes-Risiko. Da andere Ölarten noch schlechter für die Umwelt sind, hilft es nicht auf Palmöl zu verzichten. Stattdessen sollte man auf das Siegel der RSPO achten. Diese Organisation hilft die Produktion von Palmöl nachhaltiger zu gestalten. Um mehr auf unsere Gesundheit zu achten, gab uns Raphael abschließend noch paar Tipps: Man sollte möglichst viel selbst kochen, auf Biosiegel achten und man sollte weniger Fertigprodukte kaufen.

Griechische Mythologie im Zusammenhang mit Percy Jackson

Anton wagte sich mit uns in die Welt der griechischen Mythologie – doch nicht allein: Er hatte Percy Jackson an seiner Seite. Denn Anton stellte uns das Thema „Griechische Mythologie im Zusammenhang mit Percy Jackson“ vor. Er ging auf die Buchreihe des Autors Rick Riordan, die griechische Mythen durch den Halbgott Percy Jackson mit der Moderne verbindet, ein. Dabei erzählte er vom Olymp, von Monstern wie Medusa und von Halbgöttern wie Herkules. Da es den zeitlichen Rahmen gesprengt hätte, konnte Anton nicht auf alle Gottheiten eingehen, doch das hinderte ihn nicht daran, seinen Zuhörern etwas über die zwölf olympischen Gottheiten mitzugeben, damit wir wissen, an wenn wir uns wenden können, wenn doch mal der Minotaurus unser Zimmer stürmen sollte.

Raubtier Mensch?

Felix nahm uns mit in den Zoo. Doch zu unserer Überraschung führte er uns vor einen Spiegel! Sein Thema war nämlich „Raubtier Mensch“. Er machte uns, unteranderem am Beispiel des Dodos, auf die zerstörerische Lebensweise des Menschen aufmerksam. Doch glücklicherweise gibt es auch Menschen, die diese Zerstörung zu verhindern versuchen: Damit erzählte er uns von Artenschutz und von Schutzprojekten, die dabei helfen die Bestände von bedrohten Tierarten zu erhalten und zu vergrößern. Falls Sie sich nun fragen „Was kann ich denn tun?“, dann können Sie sich auf Felix verlassen: Er gab noch eine Menge Tipps, die man nutzen kann, um auch einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten: So sollte man weniger Müll und CO2 produzieren und/oder weniger Fleisch essen.

Braunkohlekraftwerke in Deutschland

Haben Sie bereits eine Meinung zum Braunkohleausstieg, der im Jahr 2038 stattfinden soll? Romy befürwortet diesen und nennt uns in ihrem Vortrag über „Braunkohlekraftwerke in Deutschland“ ganz viele Fakten. Sie klärt uns beispielsweise darüber auf, dass der CO2 Ausstoß ein Hindernis für den Klimaschutz darstellt, dass wir mehr Strom benötigen, für z.B. Elektroautos, jedoch gleichzeitig auf den Kohleausstieg zusteuern und die gesamte Energie noch nicht von erneuerbaren Energien getragen werden kann und dass bisher ca. 300 Dörfer für Kohle umgesiedelt oder zerstört worden.

Körpersprache

„Ein Gespräch besteht zu 55% aus Körpersprache.“ erklärt uns Melina in ihren Referat über die Körpersprache. Sie besteht aus zwei Teilen, der Mimik und der Gestik, und findet nonverbal statt. Mit der Mimik senden wir Signale an unseren Gesprächspartner und die Gestik dient zur Unterstützungen der Worte. Doch Achtung, hier ist Vorsicht geboten! Denn einige Zeichen wie das Peace Zeichen oder der Daumen hoch haben unterschiedliche Bedeutungen in unterschiedlichen Ländern. Dies gilt auch für die Körpersprache der Tiere.

Um 19:30 endete der Rundgang und Jasmin Drespa dankte allen Teilnehmer*innen und den Mentor*innen für die tatkräftige Unterstützung. Abgerundet wurde die Danksagung durch die Urkundenvergabe von Volker Werker und Jasmin Drespa.

Der Abend war unterhaltsam und ein voller Erfolg!

Text: GBG-Presseteam

Fotos: Thomas Oberländer

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