Medienkonzept

Grundlagen

Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation in der modernen Informationsgesellschaft.  Dazu gehört auch, die Schülerinnen und Schüler zur sinnvollen Nutzung der neuen Medien und zum verantwortlichen Umgang mit ihnen anzuleiten.

Die Kinder und Jugendliche nutzen ganz selbstverständlich unterschiedliche neue Medien. Sie bewegen sich im Internet und nutzen mehrheitlich ein Handy oder Smartphone. Die digitalen neuen Medien dringen in fast alle Lebensbereiche ein. Sie nehmen einen großen Teil der Lebenszeit in Anspruch.

Statt wie frühere Generationen nur mit Radio, Fernsehen und Zeitung, wachsen unsere Schülerinnen und Schüler mit den Chancen und Möglichkeiten auf, die Computer und Internet ihnen bieten – aber auch mit den Gefahren und Risiken. Denn das Netz verleitet leicht dazu, Dinge zu tun, vor denen man im wahren Leben zurückschrecken würde: z.B. private Daten und Fotos in soziale Netzwerke einstellen oder sich in Chats mit wildfremden Menschen austauschen.

Das unüberschaubare Angebot an Informationen der Medienwelt macht es allen Anwendern, besonders aber den unangeleiteten Kindern und Jugendlichen schwer, eine Orientierung in diesem System zu finden, welches selber kaum Unterstützung bei der Strukturierung und Bestimmung der Relevanz seiner Inhalte bietet.  Ein sehr naiver Umgang stellt ein wachsendes, aber zu lösendes Problem dar.

Das Georg Büchner Gymnasium widmet sich verstärkt der Vermittlung dieser angesprochenen Schlüsselqualifikation.

Dabei verstehen wir unter Medienkompetenz Folgendes:

Mediennutzung findet am GBG in vielen Fächern statt. Darüber hinaus sollen auf Medienkompetenz zielende Unterrichtseinheiten und Projekte die neuen

Medien und den Umgang mit ihnen selbst zum Gegenstand des Unterrichts machen.

Erzieherische Fragen des verantwortlichen Umgangs mit dem Computer werden in Form eines Medienkonzeptes, welches parallel zum und teilweise im Unterricht umgesetzt werden soll,  stärker in den Vordergrund gestellt.

Wir starten bereits in der Eingangsphase des Gymnasiums im Rahmen des Faches „Soziales Lernen“ und zielen auf den Aspekt „reflektierte, mündige Nutzung und kundige Kritik“ von Medienkompetenz.

Die Leitfrage lautet “Wie können die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 und 6 am GBG lernen, altersgerecht die Risiken, Gefahren und auch das Potential der neuen Medien abzuschätzen, über ihr eigenes Medienverhalten diesbezüglich nachzudenken und dieses  eventuell sogar zielführend zu verändern?”

Es ist unmöglich, Kinder und Jugendliche auf alle Details und jede einzelne Veränderung vorzubereiten, trotzdem ist eine gezielte pädagogische Unterstützung unabdingbar.

Dabei übernehmen die Eltern als Erziehungsberechtigte, Ansprechpartner und Vorbild für Ihre Kinder eine  wichtige Rolle.

Zusammen mit ihnen – also Schule und Elternhaus gemeinsam - wollen wir Einfluss nehmen und ein Bewusstsein für den reflektierten, mündigen Umgang mit den neuen Medien bei den Schülerinnen und Schülern entwickeln.

Erwerb von Medienkompetenz im Elternhaus –

Informationen für Eltern und Schülerinnen und Schüler

Fachleute haben festgestellt, dass für den Erwerb von Medienkompetenz, besonders in sozialer Hinsicht, die gemeinsame Entdeckung der Medien  sowie der Dialog mit den Eltern, sehr wichtig  und prägend sind, nach dem Motto: „Verstehen ist besser als Verbieten“.

Wir möchten uns dabei dem Rat dieser Fachleute an die Eltern anschließen, nämlich auf Ihre erzieherischen Kompetenzen und Ihre elterliche Intuition zu vertrauen. Schließlich kennen Sie ihre Kinder am besten und haben ein Gefühl dafür, was Ihre Kinder – mit dem Ziel des vernünftigen, umsichtigen Miteinanders in der virtuelle Welt - verarbeiten, verstehen und umsetzen können.

Wir als Lehrerkollegium des GBG stehen dabei gerne an Ihrer Seite.

Wir freuen uns auf eine aktive Zusammenarbeit für die Gegenwart und die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler.

Um Zugang zu neuesten Kenntnissen über Entwicklungen der elektronischen Medienlandschaft zu ermöglichen sowie Gefahrenquellen, die sich für Kinder aus der Nutzung elektronischer Medien ergeben, zu erkennen und mit Ihren Kindern einen direkten Dialog diesbezüglich zu fördern, möchten wir Sie über folgendes, hoffentlich für Sie Nützliches, informieren:

Links und Initiativen im Internet:

Diese Seiten bietet Orientierung in der elektronischen Medienwelt und geben konkrete, alltagstaugliche Tipps, wie Sie den Medienkonsum ihrer Kinder kompetent begleiten können.

Schau hin!

www.schau-hin.info

Eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, den öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM.

Klicksafe

www.klicksafe.de

Eine EU Initiative für mehr Sicherheit im Netz

Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs)

www.mpfs.de

Der Forschungsbund erhebt, dokumentiert und verbreitet Daten und Informationen zur Nutzung, Funktion und den Inhalten von Medien.

Hervorheben möchten wir an dieser Stelle, dass die Aufklärung über geltende Gesetze und (Schul- bzw. allgemeine Umgangs-) Regeln bei der Mediennutzung von äußerster Wichtigkeit sind.

Dazu zählen folgende Teilaspekte:

  • Urheberrechte (Musik, Filme, Downloads, Streaming, etc.)
  • “Cybermobbing” ( absichtlich oder auch unabsichtlich)
  • Persönlichkeitsrechte / Recht am eigenen Bild:

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden … Das Recht am eigenen Bild oder Bildnisrecht ist eine besondere Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden.

  • Foto- und Filmaufnahmen mit dem Handy sind auf dem gesamten Schulgelände des GBG verboten.
  • Beleidigung , Verleumdung, üble Nachrede und Nachstellung sind strafrechtlich relevante Tatbestände

Werden, beispielsweise in Foren, Sozialen Netzwerken oder Blogs Unwahrheiten verbreitet oder Beleidigungen ausgesprochen, kann Strafanzeige wegen Verleumdung/übler Nachrede erstattet werden.

Hinweis zu Cybermobbing:

Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an einen Lehrer oder eine Lehrerin, bzw. eine Mitarbeiterin des psychosozialen Dienstes, wenn Sie Hinweise auf Cybermobbing verhalten. Uns ist eine Aufklärung des Tatbestandes, die Konfliktlösung, der Schutz der Opfer als auch die Beratung der Täter wichtig, um bei den Beteiligten eine Sensibilität für die Zukunft zu entwickeln.

Sollte es sich um strafrechtlich relevante Tatbestände handeln, muss die Schule die Polizei eingeschalten.

Medienscouts

Erste Medienscouts am GBG

Medienscouts beim Training mit Frau Lüke

Engagement zeigten die vier Schüler/innen (Miri Kim, Lashmika Gnanaranjan, Yannick Blaß und Cornelius Schützeichel), zu Medienscouts weitergebildet haben.

Dazu mussten sie 5 Tage in Krefeld an einer Schulung teilnehmen. Jetzt sind sie startklar als Multiplikatoren/innen weitere Mitschüler/innen auszubilden. Darüber hinaus werden sie zukünftig Anfragen in Sachen Medien beantworten können, sie können Mitschüler/Innen beraten und sind in der Lage gemeinsam Projekte zu planen und durchzuführen.

Dass sie wirklich viel gelernt haben, konnten sie schon an einem Wochenende im August 2015 unter Beweis stellen. Einen ganzen Samstag haben die Vier fünf weitere angehende Medienscouts geschult. Frau Lüke und Frau Greive, die die Schüler/innen begleiten, sind überzeugt, dass das Thema Medien damit eine hervorragende Ergänzung zu allen anderen bereits bestehenden Angeboten des GBG bietet.

Text/Fotos: Anne Greive